Schöne Optik am Wasserteich dank gesunder Pflanzen

Erst durch die Pflanzen wird Wasser zum Schmuckstück des Gartens, sieht man von der Ausnahme architektonischer Zierteiche einmal ab.
water-825968_640Schwimmende Blätter und Blüten, das Rauschen der Blätterpflanzen im Wind, die Farben der Blüten in Flachwasser und Sumpf vereinen sich mit dem Wasser zu einer in sich geschlossenen Komposition. Eine geschickte Randbepflanzung verwandelt einen Bachlauf von der sterilen Rinne in ein natürlich aussehendes, lebendiges Element.

Bepflanzung von Wasserflächen

Das Pflanzen von Wasserflächen bedeutet etwas ganz anderes, als das Bepflanzen eines Beetes. Das bunte Durcheinander eines bäuerlichen Gemüsebeetes mag einen gewissen Scham versprühen, Durcheinander im Wassergarten endet dagegen regelmäßig in einem wilden Wirrwarr, in der die extrem wüchsigen Gewächse mit ihren verfilzten Ausläufern und Wurzeln alle zarteren Vertreter aus dieser Pflanzenwelt verdrängen. Die Bepflanzung eines Wassergartens sollte regelmäßig und gründlich kontrolliert werden, ebenso wichtig das aus Lichten und Ersetzen abgestorbener Pflanzen.
Dazu kommt eine regelmäßige Überprüfung der Wasserwerte, da viele der Pflanzen sehr empfindlich auf Veränderungen ihres Lebensraumes reagieren.

Weniger bedeutet meist mehr!

Bei der Bepflanzung eines Gartenteiches ist es vorteilhaft, sich auf eine oder zwei Schwimmpflanzen, eine Schwimmblattpflanze, drei bis vier Flachwasserpflanzen und drei bis vier Stauden pro Quadratmeter Sumpfzone zu beschränken. Bei Gartenbesitzern, bei denen sich das richtige Wasser-Feeling erst einstellt, wenn Schilfhalme rauschen, ist es vorteilhaft, die Bepflanzung der Sumpfzone zugunsten von Röhrichtpflanzen zu reduzieren. Die Blütenfarben liefern dann Schwimmblatt und robuste Flachwasserpflanzen. Auch beides ist nicht unmöglich, eine bunte Sumpfzone und Rauschen von Schilf. Hier ist es gut, Schilf in der Form vom Bambus außerhalb des Teiches zu pflanzen.

Schwieriger, aber dennoch einfacher ist die Bepflanzung von einem Zierteich, da sich hier die Pflanzen dem architektonischen Gesamteindruck unterordnen sollten. Zierteiche sind ein idealer Ort, um tropische Pflanzen zu integrieren. Beim Zierteich gilt die alte Pflanzregel – Weniger ist mehr!

Phänomenale Oberflächen

Der sogenannte Lotus-Effekt ist inzwischen nicht nur in der botanischen Fachliteratur ein Begriff. Hersteller von Dachziegeln und Farben nutzen dabei ein Phänomen, das Pflanzen bereits seit Millionen von Jahren kennen.
Mit den Schwimmblättern fangen die Seerosen Sonnenlicht für die Fotosynthese ein. Die Blätter sind mit einer Wasserschicht überzogen. Diese lässt Wasser abperlen, sodass die Blätter nicht versinken oder faulen. Bei der Lotusblume ist diese Schutzschicht so fein in sich zerteilt, dass ein Wassertropfen kugelförmig und die Oberfläche unbenetzt bleibt.