Ernte Dank guter Nachbarschaft

apples-805124_640Pflanzen sollte man Gemüse in Mischkultur oder zu den Blumen ins Beet. Das spart Platz und Zeit für die Pflege, fördert dadurch auch die Gesundheit von Pflanzen und Boden. Und nicht zu vergessen, es sieht ganz einfach prima aus! Mit ihrem Duft oder den Stoffen, die sie an den Boden abgeben, können Pflanzen Schädlinge vertreiben oder genau die Bedingungen schaffen, die andere besonders kräftig und gesund werden lassen. Das sind die Vorteile einer funktionierenden Mischkultur.

Es gibt zahlreiche gute Partnerschaften im Gemüsebeet, die aufwendige Pflege und Pflanzenschutzmaßnahmen ersparen. So halten Zwiebeln und Möhren wechselseitig die Möhren-und die Zwiebelfliege ab. Petersilie, die in die Lücken gesetzt wird, wächst besonders gut. Knoblauch wirkt vorbeugend gegen Mehltau an Erdbeeren und Erbsen. Ebenfalls eine gute Nachbarschaft bilden Salate zusammen mit Radieschen und Zucchini. Fenchel mag Salate, Erdbeeren und Salbei an seiner Seite, Sellerie dagegen lässt Tomaten kräftiger schmecken.

Die Liste der guten und schlechten Nachbarn ist lang und hilft bei der Auswahl der Pflanzen. Unter denen, die sich gegenseitig fördern, werden die ausgesucht, die auch hübsch zusammen aussehen und sich in der Höhe ergänzen. Somit ist der Platz sehr gut genutzt, und Unkraut hat so gut wie keine Chance, weil die Pflanzen den Boden das ganze Jahr hindurch bedecken.

Weitere Beispiele

Ringelblumen wirken wie eine Kur für das Beet. Sie sorgen für einen guten Boden und halten Fadenwürmer in Schach. Zusammen mit Zucchini profitieren diese Pflanzen von einer fröhlichen Nachbarschaft. Auch Studentenblumen dezimieren mit ihren Wurzelausscheidungen Fadenwürmer, die die Wurzeln von Tomaten befallen. Ein weiterer guter Grund für diese Blumen ist deren blühender Teppich, ein wahrer Blickfang für jeden Garten.

Gemüse vom Hochbeet

Schnecken sind auf dem Hochbeet so gut wie gar nicht zu finden, wenn man Blumenerde aus dem Sack als oberste Bodenschicht verwendet. Unkraut lässt sich hier ganz bequem mit geraden Rücken aus dem lockeren Boden ziehen.
Ebenfalls möglich ist eine schnelle Ernte, weil sich der Boden darin rasch erwärmt und nach dem Regen im Nu wieder abtrocknet. Ideal ist es, wenn ein Hochbeet unten mit Holzschnitt gefüllt wird.

Fazit: Es gibt noch mehrere Beispiele bezüglich nützlicher Nachbarschaften in der Pflanzenwelt. Nicht nur dass dadurch Unkraut oder Krankheiten ferngehalten werden, auch die Ernte fällt bei solch angewandter Mischkultur in den meisten Fällen recht großzügig aus. Wer sich diesbezüglich unsicher ist, sollte sich von einem Gärtner fachlich beraten lassen.